Ratgeber
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Wie legen Nachbarn ihre Gärten zusammen?
Da wohnen Familien in guter Nachbarschaft, ihre Vorgärten grenzen aneinander, und die Kinder spielen gerne miteinander. Warum nicht einen kleinen Spielplatz für die Kinder gestalten, auf eigenem Grund?
Durch die Zusammenlegung der Gärten und die Einrichtung eines kreativen Spielraums für die Kleinen und einer Ruhezone für die Erwachsenen gewinnen Eltern und Kinder gleich mehrere Vorteile. Sprechen Sie doch einmal Ihre Nachbarn an, ob die nicht auch von einem Spielplatz im direkten Wohnumfeld profitieren wollen. Eine Garten-Zusammenlegung und gemeinsame Gestaltung ist ohne viel Bürokratie möglich. Viele Nachbarn tun das bereits erfolgreich. Sie haben ihre Gartenzäune abgeschafft und helfen sich gegenseitig bei der Beaufsichtigung der Kinder. Aber auch Innenhöfe sind hervorragend geeignet. Viele Genossenschaften praktizieren bereits, wovon Eigentümer von Reihenhäusern träumen: Sie schaffen für die Kinder Spielstätten, die gemeinsam gepflegt und geschützt werden.
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Ist eine Zusammenlegung nicht möglich oder ein Innenhof nicht vorhanden, müssen Eltern nicht verzagen: In vielen Fällen stellen Stadt (Bau- oder Umweltreferat, Stadtteilplanung) oder auch örtliche Kirchengemeinden umsonst oder gegen eine geringe Pachtgebühr Grundstücke zur Verfügung. Hier sollten sich die Spielplatz-Bauer das Grundstück und die direkte Umgebung bezüglich möglicher Gefahrenquellen für Kinder anschauen (z. B. Teich, Bach, Schnellstraße). Pflanzen, die jeden guten Spielplatz auszeichnen, brauchen Sonne. Ein stark verschattetes Grundstück ist nicht geeignet.
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Für Ihre Planung ist es hilfreich, wenn Sie einen Finanz- und Materialplan aufstellen. Um ihr Projekt zu finanzieren, veranstalten kreative Nachbarn Flohmärkte oder holen sich bei befreundeten Organisationen Sachspenden. Ein Garten-Spielplatzprojekt kann klein starten und nach und nach ausgebaut werden. Hier sollten nicht nur die Erwachsenen, sondern auch die Kinder mitreden. Sandkasten, Klettergerüst, Wippe – es braucht nicht viel, um die Kinder nach draußen zu locken und zur Bewegung zu animieren. Gute Beziehungen zu einem Spielplatz-Experten oder Gartenbau-Architekten sind von großem Vorteil. Insbesondere, wenn es um die Sicherheit der Kinder geht, ist fachliche Beratung ein Muss.
„Bei komplexen Spielgeräten rate ich dringend dazu, Experten hinzuziehen, denn Spielgeräte müssen ja auch den DIN-Vorschriften genügen. Und es ist sehr schwierig, diesen Vorschriften entsprechend zu bauen, wenn man damit keine Erfahrung hat“, sagt Jürgen Brodbeck, Landschaftsplaner in Bremen und Experte für den Bau von Spielplätzen.
Wichtig ist, dass der Spielplatz – und sei er noch so klein – alle Sicherheitsstandards erfüllt. In öffentlichen Gärten mit Spielplätzen sind die Auflagen des TÜV einzuhalten. Handelt es sich um einen rein privaten Garten-Spielplatz, müssen die Geräte nicht gemäß den DIN-Normen erbaut sein. An Stabilität und Sicherheit sollte es natürlich trotzdem nicht mangeln!
Gute Erfahrungen und erfolgreiche Projekte können Sie auf folgenden Internetseiten nachlesen:
Netzwerk Interkulturelle Gärten: http://www.stiftung-interkultur.de
Netzwerk Nachbarschaft: http://www.netzwerk-nachbarschaft.net/tipp_gaerten



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